Wie shipcloud das Payment-Ökosystem für sich verwendet

For an English version of this blogpost, please visit our friends at the Paymill blog.

Das einfache SaaS um Pakete zu versenden

Kleine und mittelgroße Firmen sind immer auf der Suche nach Möglichkeiten, um Kosten zu verringern und Komplexität aus ihrem Tagesgeschäft herauszunehmen. Ist der Versand von Waren ein Teil des Geschäftsmodells, so wird in den meisten Fällen versucht, dies über den günstigsten, aber gleichzeitig zuverlässigsten Versanddienstleister abzuwickeln.

In Deutschland fällt die Wahl dabei in den meisten Fällen auf DHL, da sie über ein großes Filialnetz verfügen und die Pakete eigentlich an jede Adresse innerhalb Deutschlands zustellen. Leider ist DHL im Vergleich zum Wettbewerb nicht immer günstig, so dass es sich für viele Firmen lohnt, sich die Alternativen anzuschauen. Aber wie einfach lässt sich ein zusätzlicher Versanddienstleister in das eigene (E-Commerce-)Software-System integrieren?

An genau dieser Stelle setzt unser neues Projekt shipcloud.io an. Mit diesem ermöglichen wir es unseren Kunden, Zugriff auf die gängigen Versanddienstleister auf dem deutschen Markt (DHL, UPS, Hermes, GLS und DPD) zu bekommen. Hierfür muss man lediglich die einfache “restful API” in seiner Software einbinden und schon kann es losgehen. Anstatt also den Webservice eines jeden Versanddienstleisters einzubinden (was eine entmutigende Aufgabe ist, da jeder Anbieter eigene Kriterien für die Kommunikation mit seinem Service voraussetzt) kann man sich entspannen, da shipcloud den Großteil der Arbeit übernimmt. Eine Versandmarke wird für UPS auf die gleiche Art und Weise erstellt, wie es für DHL oder GLS der Fall ist. Noch besser: Der Kunde muss sich nicht einmal mit Programmiersprachen herumschlagen, da er alle Funktionen der API auch über die Website von shipcloud nutzen kann.

Drei moderne Systeme vereint

Für shipcloud haben wir  einen Weg gesucht, mit dem wir unseren Kunden nicht nur eine monatliche Grundgebühr in Rechnung stellen können; es musste auch möglich sein, die Kosten für vom Kunden erstellte Versandmarken abzurechnen. Da wir Paymill bereits für uhrmensch.de verwenden, wussten wir sozusagen aus erster Hand, wie gut der Support ist und mit welcher Begeisterung die Firma aus München versucht, Payments im Internet einfach zu machen. Aus diesem Grund war uns bereits früh klar, dass wir wieder mit ihnen zusammenarbeiten wollen. Also mussten wir nur noch einen Dienst finden, der wiederkehrende Zahlungen mit Paymill anbietet.

Bei unserer Suche nach einem geeigneten Anbieter sind wir dann mit Reskribe ins Gespräch gekommen und waren direkt begeistert von dem, was sie uns erzählt haben. Das Beste für uns – einmal davon abgesehen, dass ihr Büro nur wenige Kilometer von unserem entfernt liegt – war, dass sie uns die Möglichkeit gegeben haben, Feedback zu allem zu geben, was uns bei der Einbindung ihres Services auffiel und wir somit gemeinsam die beste Lösung für alle (shipcloud und Reskribe) Kunden finden konnten. Der Support war großartig und hat es uns sehr einfach gemacht, ihre API in shipcloud zu integrieren. Durch ihre Zusammenarbeit mit Paymill passte alles wie die sprichwörtliche Faust auf’s Auge. Die Verwendung von Paymill Unite hat es Reskribe einfach gemacht, alle drei Systeme miteinander zu vereinen, und so können jetzt alle beteiligten Firmen von einem einzigen Use Case profitieren – Pakete innerhalb Deutschlands und irgendwann auch in die ganze Welt zu versenden. All dies während, man gleichzeitig PCI konform ist und sich an die strikten Datenschutz-Regelungen in Deutschland hält.

So funktioniert die Abrechnung bei shipcloud

Im Folgenden gehen wir ein wenig genauer auf die Art und Weise ein, wie die drei angesprochenen Systeme interagieren, um einen besseren Blick hinter die Kulissen zu geben. Registriert sich ein Kunde für einen der kostenpflichtigen Pläne (es gibt ebenfalls einen kostenlosen Plan für Entwickler/innen), so muss er/sie seine/ihre Kreditkartendaten hinterlegen. Wie bei jeder anderen Website, die Paymill verwendet, wird auch bei shipcloud ein Token über die JavaScript-Bridge für diese Daten von Paymill erstellt. Allerdings wird dieser nicht im nächsten Schritt von shipcloud weiter verwendet, sondern wir senden ihn, gemeinsam mit der Rechnungsadresse des Kunden und der Information, für welchen Plan er/sie sich entschieden hat, an Reskribe. Diese nutzen den Token anschließend, um die erste Monatszahlung beim Kunden abzubuchen. Dies hat unter anderem den Vorteil, dass wir zeitnah erfahren können, ob sich die angegebene Kreditkarte auch belasten lässt.

Jede Nacht checkt ein Cronjob auf unserem System, ob ein Kunde neue, physische Versandmarken erzeugt hat. Ist dies der Fall, so sendet der Server die Anzahl der Marken (pro Versanddienstleister) und den Wert, welcher dem Kunden in Rechnung gestellt wird, als so genanntes Add-On an den Reskribe-Service. Add-Ons sind zusätzliche Positionen auf der Rechnung und werden damit am Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats durch den Kunden bezahlt. Mehr musste von unserer Seite aus nicht getan werden, um wiederkehrende Rechnungen in shipcloud zu ermöglichen und wir freuen uns, dass wir die gesparte Zeit in die Umsetzung neuer Ideen stecken können. Diese werden in den kommenden Wochen auf shipcloud zu sehen sein. Also am besten öfters einmal vorbeischauen!

Wer nach dieser kurzen Einführung noch Fragen zu den Versandmöglichkeiten, Preisen oder auch dem Einbau von shipcloud in sein eigenes (Shop-)System hat, der kann sich gerne hier in den Kommentaren an uns wenden, es über die Twitter-Accounts @webionate und @shipcloud_io versuchen oder auf der shipcloud-Website unser Kontaktformular verwenden.

shipcloud.io is here!

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Wer uns aufmerksam folgt, dem wird aufgefallen sein, dass es in den letzten Wochen ein wenig still auf unseren Social Media Kanälen gewesen ist. Endlich haben wir die Möglichkeit mit der Sprache herauszurücken, denn der Grund für unsere Stille kann ab sofort unter shipcloud.io bewundert werden. Der Elevator-Pitch für dieses Projekt lautet (derzeit ungefähr) folgendermaßen:

“shipcloud.io ist der OnlineService, mit dem jeder Shopbetreiber und Online-Verkäufer einfach und schnell Versandmarken aus einer Vielzahl von Versendern über ein entsprechendes Backoffice oder als Direktintegration mittels unserer Rest-API drucken kann.”

Die Geschichte hinter shipcloud.io

Seit Monaten regen wir uns bereits über die limitierten Möglichkeiten auf, die es beim Versenden von Paketen in Deutschland gibt. Der Prozess in unserem eigenen Onlineshop uhrmensch.de sah bisher ungefähr folgendermaßen aus. Nachdem eine Bestellung bei uns einging, wurde die Ware aus unserem Lager geholt und für den Versand vorbereitet. Jedoch gibt es keine direkte Verbindung zwischen unserem Onlineshop und dem Backend unseres Versenders DHL, so dass man umständlich die Adresse des Kunden aus dem Shop-Backoffice kopieren und bei Intraship (dem Onlineportal von DHL) wieder eintragen muss. Dies hat natürlich zur Folge, dass Fehler beim Kopieren bzw. Einfügen oder auch beim Abtippen von Kundendaten entstehen können, die wiederum ein Paket nicht beim Kunden ankommen lassen. Die Folge: Der Kunde ist frustriert, weil er sein Paket nicht (rechtzeitig) bekommt und wir sind frustriert, da wir mehrfach Portogebühren zahlen müssen. Außerdem werden die Nerven aller Beteiligten unnötig strapaziert.

Mindestens genau so schlimm ist, dass es auch keinen Rückkanal zwischen DHL-Intraship und unserem Onlineshop gibt. Dies hat wiederum zur Folge, dass unser Shopmanager die Trackingnummer, welche Intraship nach dem erfolgreichen Erstellen einer Versandmarke ausspuckt, von dort kopieren und der jeweiligen Sendung in unserm Shop-Backoffice hinzufügen muss, damit der Kunde seine Versandbestätigung als E-Mail erhalten und das Paket auf dem Weg zu sich verfolgen kann. Alles ziemlich kompliziert, oder? Noch schlimmer wird es natürlich, wenn es sich nicht um einige wenige Bestellungen handelt, sondern man mehr als – sagen wir – 10 Bestellungen am Tag managen muss. Hier kann leicht die Übersicht verloren gehen und die Chance Fehler zu machen, steigt noch einmal um ein Vielfaches.

Wie kann shipcloud helfen?

Zunächst einmal ist der Gedanke hinter shipcloud, die Erstellung von Versandmarken und das Verfolgen der jeweiligen Sendung, so einfach wie möglich zu machen. Als Entwickler liegt uns viel daran, unseren Service anderen Entwicklern zur Verfügung zu stellen, damit sie unsere Lösung ohne größeren Aufwand in ihre bestehenden Systeme integrieren können. Deswegen haben wir eine API entwickelt, welche die bestehenden Lösungen der größten Versender in Deutschland wegkapselt. Man muss sich also keine Gedanken mehr zu XML, SOAP oder WSDLs machen, sondern kann sich an eine einheitliche Rest-Schnittstelle wenden, die für alle Versender auf die gleiche Art und Weise angesprochen werden kann.

Damit der Einstieg nicht zu kompliziert ist, haben wir uns an bestehende und aktuell gängige Standards gehalten. Darüber hinaus werden wir in den kommenden Wochen eine Vielzahl an Codebeispielen und Libraries veröffentlichen, mit denen es anderen Entwicklern möglich ist, ohne viel Programmieraufwand, unsere API anzusprechen. Ebenso werden wir für das eine oder andere bestehende Shopsystem Integrationen veröffentlichen, so dass es auch für Menschen mit wenig bis gar keinen Programmierkenntnissen möglich ist, shipcloud zu nutzen.

Doch das ist natürlich noch nicht alles. Für kleine Händler ohne Shopsystem, wie zum Beispiel den zahlreichen (Privat-)Verkäufern auf Ebay, bieten wir ein shipcloud-Backoffice an, mit welchem sie die Funktionen auch ohne eine Einbindung unserer API nutzen können. Hier haben sie die Möglichkeit, auf ein einheitliches Interface zurückgreifen, über das sie so einfach, wie noch nie, Versandmarken bei Ihrem Lieblingsversender bestellen und ausdrucken können. Oder sie testen nebenbei auch einmal den Versand über einen anderen Versender, um zu sehen, ob dieser die Sendungen vielleicht noch schneller oder zuverlässiger zu den Kunden bringt.

Wo kann ich mich anmelden?

Bereits seit über einem Monat konnten befreundete Händler schon die shipcloud im Livebetrieb nutzen und erste Erfahrungen mit den Vorzügen unserer Lösung sammeln. Seit heute befinden wir uns nun in einer geschlossenen Beta-Phase, für die man sich unter shipcloud.io anmelden kann. Wir werden die einzelnen Registrierungen selektiv freischalten, um ein wenig mehr Kontrolle über die Verwendung unseres Services zu haben und etwaige Lastspitzen schnell genug vorsorgen zu können. Darüber hinaus gibt es auf der Website natürlich auch eine Möglichkeit, sich für einen passenden Newsletter anzumelden, um auf dem Laufenden zu bleiben.